Hinsichtlich der Kosten unseres Tätigwerdens sind wir um eine größtmögliche Transparenz schon vor Übernahme des Mandats bemüht.

Beratung / außergerichtliche Tätigkeit

Bei Beratungsleistungen gegenüber Verbrauchern sind die Kosten eines ersten Beratungsgesprächs

    * auf maximal 190,00 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer beschränkt.
    * Abhängig ist dies auch vom Zeitaufwand und von der Schwierigkeit des jeweiligen Falles.

Auf Wunsch sind wir in außergerichtlicher Tätigkeit und bei Beratungen auch auf der Basis eines Zeithonorars oder Pauschalhonorars für Sie tätig. Auf persönliche Anfrage teilen wir Ihnen unsere Gebühren / Honorar selbstverständlich mit.

Gerichtliche Vertretung

In der Regel rechnen wir nach dem in Deutschland grundsätzlich allgemeinverbindlichen Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ab.
    * Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz bemisst die Höhe der anfallenden Gebühren nach dem sogenannten "Streit- oder Gegenstandswert".
    * Den individuellen Streit- oder Gegenstandswert setzt das Gericht fest.

Da auch wir an das Finanzamt für unsere Tätigkeit die Mehrwertsteuer in der jeweils aktuellen Höhe abführen müssen, sind die in dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz benannten Beträge jeweils mehrwertsteuerpflichtig.

Kostentragung durch den Gegner

Im Zivilrecht bezahlt, wenn Sie in der Sache Erfolg haben, Ihr Gegner die Kosten des Rechtsstreits,
    * zu denen auch die Kosten Ihres Anwalts gehören, im Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen. Das heißt, wenn Sie beispielsweise zu 80 % gewinnen, müssen Sie nur 20 % Ihrer Anwaltskosten tragen.
    * Im Arbeitsrecht müssen Sie in der ersten Instanz die Gebühren für Ihren Anwalt unabhängig vom Ausgang des Verfahrens selbst tragen.
    Gerade im Arbeitsrecht sollten Sie daher über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung nachdenken.

Im Strafrecht trägt Ihre Anwaltskosten
    * die Staatskasse, jedoch nur bei einem Freispruch.
    * Bei Einstellung des Verfahrens oder Schuldspruch müssen Sie die Kosten selbst tragen.

Beratungshilfe

Beratungshilfe können Sie beantragen, wenn Sie sich aufgrund Ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sehen, die Kosten für rechtliche Hilfe zu tragen. Beratungshilfe ist Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens. Sie besteht in Beratung und, falls erforderlich, in außergerichtlicher Vertretung, also beispielsweise Schreiben an den Gegner oder mündliche Verhandlungen mit diesem.

Beratungshilfe wird gewährt in Angelegenheiten
    * des Zivilrechts einschließlich des Arbeitsrechts, des Verwaltungsrechts, des Verfassungsrechts und des Sozialrechts.

In Angelegenheiten des Strafrechts und der Ordnungswidrigkeiten wird nur Beratung gewährt, jedoch keine Vertretung oder Verteidigung.

Hierzu benötigen Sie einen Beratungshilfeschein, welchen Sie bei dem zuständigen Amtsgericht ihres Wohnortes beantragen müssen. Werden wir für Sie auf Basis von Beratungshilfe tätig, zahlen Sie an uns lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 10,00 Euro. Die übrigen Gebühren trägt die Staatskasse.

Prozeßkostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe

Die Prozeßkostenhilfe (PKH) / Verfahrenskostenhilfe (VKH) bietet Personen mit niedrigem Einkommen finanzielle Unterstützung, um vor Gericht ihr Recht durchzusetzen oder sich gegenüber vermeintlichen Forderungen eines anderen zu verteidigen. Voraussetzung zur Gewährung der Prozeßkostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe sind hinreichende Aussichten auf Erfolg der beabsichtigten Rechtsverfolgung sowie unzureichende wirtschaftliche Verhältnisse.

Prozeßkostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe bedeutet nur, dass man von der Vorauszahlung von Gerichtskosten und Zeugenauslagen befreit ist und dass die Gerichtskasse die Kosten des eigenen Anwalts zahlt, sie bedeutet nicht die Übernahme der Anwaltskosten der Gegenseite, wenn Sie sich nach der späteren Kostenentscheidung an diesen beteiligen müssen. Eine solche Beteiligung an den Kosten der Gegenseite erfolgt typischerweise bei teilweisem oder vollem Prozessverlust.

Im Arbeitsrecht dagegen hat in der 1. Instanz jede Partei ihre Rechtsanwaltskosten immer selbst zu tragen. Gleiches gilt ebenso für familienrechtliche Verfahren, insbesondere für das Scheidungsverfahren. Auch hier trägt in der Regel jede Partei ihre Kosten selbst. Eine Besonderheit gilt im Sozialrecht.

Wird Prozeßkostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe bewilligt, wird in der Regel ein Rechtsanwalt beigeordnet.

Bei Bußgeldverfahren, Ermittlungsverfahren und Strafsachen gibt es weder Beratungshilfe noch Verfahrenskostenhilfe. Bei Strafsachen haben Sie eventuell die Möglichkeit der Beiordnung eines Pflichtverteidigers, bei der Ihr Anwalt zunächst von der Justizkasse bezahlt wird. Aber auch hier gilt: Wenn es Ihre Einkommensverhältnisse zulassen, müssen Sie bei einer Verurteilung die vorgestreckten Beträge zurückzahlen.